Nudeln kochen im GTE Tank

  • Also

    ein Kumpel möchte eine GTE Tank haben (kein Problem) ich hab schon früher gesagt: wenne willst dann kriegst’e einen.


    Und vor weck mal

    Ich hab ja schon mal einen aufgeschnitten

    Kuckst du



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    Alles logisch und wie immer

    Also gesagt getan. Ich das andere Teil gestern raus geholt und hab grade rein gekuckt.


    Und vor weck mal

    Das ist der original Tank aus meinem GTE 3/75. Der wurde blank gemacht, mit dem guten alten Mennige Rostschutz grundiert, Steinschlagschutz drauf und X Lagen Hammerite drüber.

    Über 20 Jahre gefahren und 10 Jahre weckgepackt. (nur mal so nebenbei)


    Ob ich vor 30 Jahren da (in der Steinzeit) und vor dem Internet da reingekuckt habe weiß ich heute gar nicht mehr. Auch wenn schon, hätte ich keine Ahnung gehabt was warum und wieso überhaupt.

    Nach 30 Jahren habe ich gedacht, ich weiß warum da ein Schlingertopf drin ist.

    Um so blöder hab ich grade gekuckt,

    was macht der Nudeltopf unter der Decke da drin :o: :nd:



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    .

  • Der Nudeltopf an der Decke ist ein Gefäß, daß die Volumenänderung des Sprits durch Temperaturanstieg kompensieren kann.

    Klingt komisch, ist aber so, aber eigentlich schafft der Topf nur vorübergehend etwas Leerraum, damit man nicht wirklich randvoll tanken kann.

    Ginge aber, wenn man etwas Geduld mitbringt.


    Wenn Du tankst, läuft der Sprit relativ flott in den Tank und der Topf hat nur eine kleine Bohrung (eigentlch zwei) in der der Sprit nur sehr langsam reinläuft.

    Ist nun der Tank voll, dann sickert der Sprit langsam in den Topf und somit sinkt der Flüssigkeitsspiegel im Tank.

    So schafft diese Idee etwas Platz für die Ausdehnung.


    Unten im Topf ist eine Bohrung, aus der der Sprit wieder rausläuft, aber rauswärts hat er ja Zeit.


    Gruß

    Jürgen

  • Und vor weck mal

    Ich hab ja schon mal einen aufgeschnitten

    Kuckst du

    Ich hatte auch einen GTE Tank aufgeschnitten ... Bilder gibts immer noch bei Google-Bilder wenn man "Manta A GTE Tank" eingibt.

    Hatte damals die obere verrottete Tankhälfe durch die gute vom Vergasertank ersetzt.

  • Oha der Nudeltopf ist mir auch neu. Gibt es irgendwelche Infos ob es das ab Werk gab? Oder wurde das nachträglich implantiert?

    Na freilich gabs das ab Werk, sowas macht doch niemand nachträglich.


    Die Funktion des Nudeltopfs kenne ich vom GT, da gabs das als eine Nachbesserung, weil es scheinbar Probleme gab.


    Gruß

    Jürgen

  • Die Funktion des Nudeltopfs kenne ich vom GT, da gabs das als eine Nachbesserung, weil es scheinbar Probleme gab.

    Das hatte etwas mit Benzindämpfen und Benzinverschütten/-verlieren beim Volltanken zu tun. Es war die Zeit, bevor es indem USA Absaugeinrichtungen an den Zapfpistolen gab. Ist eine längere Geschichte, aber spannend.


    Und dann hatten die US-Modelle ab 08-1973 noch ein Reduzierstück im Tankstutzen, durch den nur die dünnen Zapfpistolen für bleifreien Sprit passten.


    Rainer

  • Das hatte etwas mit Benzindämpfen und Benzinverschütten/-verlieren beim Volltanken zu tun. Es war die Zeit, bevor es indem USA Absaugeinrichtungen an den Zapfpistolen gab. Ist eine längere Geschichte, aber spannend.


    Und dann hatten die US-Modelle ab 08-1973 noch ein Reduzierstück im Tankstutzen, durch den nur die dünnen Zapfpistolen für bleifreien Sprit passten.


    Rainer

    hast du das in einem Buch beschrieben ? Wenn ja welches ? Bin neugierig...:applaus:


    Dann sind ja die US Motoren ab 8/73 Bleifreitauglich!?! Ab wann wurde das in Deutschland genau eingeführt ( Das mit den gehärteten Ventilsitzen )? Hab ich mal gewusst aber was man nicht aufschreibt ..... :nd: Geht mit den Jahren irgend wie verloren!:sch:

    Das Leben ist hard,......aber ungerecht!

  • hast du das in einem Buch beschrieben ? Wenn ja welches ? Bin neugierig...


    Dann sind ja die US Motoren ab 8/73 Bleifreitauglich!?!

    Ja, unter anderem. Die US-Motoren sollten eigentlich ab Serienstart bleifreitauglich sein. Doch bis 12-1970 konnte Opel nur 19S-Motoren vom GT liefern. Hat aber keiner gemerkt. Doch ab 01-1971 waren alle 19S-US-Motoren uneingeschränkt bleifreitauglich. Die genannten Modifikationen im Tank und am Tankstutzen wurden erst ab 08-1973 eingeführt, da es von da ab (zuerst in Kalifornien) die 19E-Motoren gab.


    Rainer

  • Das hatte etwas mit Benzindämpfen und Benzinverschütten/-verlieren beim Volltanken zu tun. Es war die Zeit, bevor es indem USA Absaugeinrichtungen an den Zapfpistolen gab. Ist eine längere Geschichte, aber spannend.


    Und dann hatten die US-Modelle ab 08-1973 noch ein Reduzierstück im Tankstutzen, durch den nur die dünnen Zapfpistolen für bleifreien Sprit passten.


    Rainer



    Das hat nichts mit den Benzindämpfen zu tun, so wie es Jürgen beschrieben hat ist es richtig.

  • Was noch für die benzindampfteorie sprechen kann, das bei Überfüllung bzw. Ausdehnung bei Wärme der aktivkohlebehälter geflutet wird.wobei es dazu kommt das benzindämpfe wieder eingeatmet werden, was ja der aktivkohlebehälter Verhindern soll.

    Das Leben ist hard,......aber ungerecht!

  • Was noch für die benzindampfteorie sprechen kann, das bei Überfüllung bzw. Ausdehnung bei Wärme der aktivkohlebehälter geflutet wird.wobei es dazu kommt das benzindämpfe wieder eingeatmet werden, was ja der aktivkohlebehälter Verhindern soll.

    Das geht schon in die richtige Richtung.


    Rainer

  • Du hast nämlich nicht begriffen wofür der Topf ist.:wink:

    ...der Topf ist dazu da das man dem Zapfhahn vorgaukelt, das der Tank voll ist!?!

    Somit ist bei Ausdehnung durch Wärme noch ,, genügend " Platz das er nicht überläuft.


    Man möge mich berichtigen wenn ich falsch liege.

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