Beiträge von Monzablau

    Jörg, lese mal, was ich in meinem Calibra Buch zum C20XE Motor geschrieben habe:

    Motor C20XE

    Das kritischste Bauteil dieses Motors ist sein Zylinderkopf, produziert bis Ende 1991 von Cosworth/England (Verbau von Restbeständen bis ca. Mai 1992). Herstellung ab Nov. 1991 von Kolbenschmidt/Deutschland. Beide Zylinderköpfe haben Schwachpunkte und es kann nicht behauptet werden, dass die Cosworth-Köpfe (Modelle 400 und 700, Guss Coscast) grundsätzlich besser als die unterschiedlichen Kolbenschmidt-Köpfe (Modelle 100, 400, 700, 769 und 859, Guss KS) sind. Bei den Cosworth-Köpfen stimmt zwar die Härte des Metallgusses und es kommt damit zu keinen Schäden an den Zylinderkopfverschraubungen (Anzugsdrehmoment 350 N/mm2), doch es können Spannungsrisse rund um die Bohrungen für die Zündkerzen entstehen, die nicht zu reparieren sind. Bei einigen Modellen der Kolbenschmidt-Köpfe gibt es Probleme mit der Härte des Metallgusses. Die Modelle 100 und 859 (Anzugsdrehmoment 220 bzw. 240 N/mm2) sind generell zu weich und die Zylinderkopfschrauben lösen sich. Bei den Modellen 400 und 769 (Anzugsdrehmoment 340 bzw. 360 N/mm2) kommen sich lösende Schrauben deutlich seltener vor, doch dafür nehmen die Schäden/Risse zwischen Wasser- und Ölkreisläufen zu. Diese lassen sich beim Modell 400 jedoch gut

    reparieren und danach halten die Köpfe auch. Das Modell 700 ist dagegen zu hart (Anzugdrehmoment 380 N/mm2) und Schäden/Risse zwischen Wasser- und Ölkreisläufen sind quasi vorprogrammiert. Trotz dieser konstruktiven Schwächen, die sich bei zu heiß gefahrenen Motoren schneller bemerkbar machen, ist der C20XE (und der konstruktiv sehr ähnliche C20LET) einer der besten Vierzylindermotoren von Opel mit einem hohen Leistungspotenzial und Tuningvermögen. Da dieser Motor u.a. auch im Kadett E und Astra F GSI (mit unterschiedlichen Leistungsstufen) verbaut wurde, sollte darauf geachtet werden, dass sich im Calibra der richtige Motor mit 150 PS befindet. Zudem ist wichtig, dass die richtige Motorsteuerung im Wagen verbaut ist und kein „Bastelersatz“ (s. Entwicklung und mit bestem Dank am GEMA-Motorsport!).

    Du solltest dir schon die richtige Basis für deinen Umbau suchen. Das wird nicht einfach werden, da guter Ersatz schon heute Mangelware ist. Neu gibt es nix mehr.

    Rainer

    Meine Berlinetta trägt zu 80% noch ihren Erstlack und sie ist unrestauriert. Doch es gab schon viele, die sagten, ich sollte den Wagen mal neu lackieren und ein wenig aufpeppen. Was immer "aufpeppen" auch heißen mag.

    Ich lasse sie so wie sie ist. Manche nennen es Patina, ich nenne es überlebt.

    Obwohl Umbauten (sofern gut gemacht) auch ihren Reiz haben. Da muss man sich nicht mehr zurückhalten und kann frei losbasteln. Da jucken mir manchmal schon die Finger.

    Rainer

    Deshalb versuche ist stets alle teilnehmenden Ascona-/Manta-A zu fotografieren: http://www.manta--online.de

    Doch selbst Mitte der 1970er Jahre waren Umbauten eher selten anzutreffen. Die breite Masse fuhr mit Originalen durch die Gegend.

    Dann ging es in den frühen 1980ern mit den Umbauten richtig los, von denen heute mangels Qualität und Durchhaltewillen kaum noch welche übrig sind.

    Selbst heute noch gelten (oft gut gemachte oder erhaltene) Umbauten als verpönt, da mit ihnen (auch preislich) kein Staat zu machen ist.

    Hier wird kein Mensch mehr das Rad zurückdrehen können. Dazu fehlt uns jetzt die Masse.

    Rainer

    Man muss unterscheiden zwischen Kleb- und Dichtstoffen, PU und Hybridmaterialien sowie nach der Shorehärte nach dem Abbinden. "Irgendwas schwarzes" zu benutzen, das vielleicht funktioniert (hat), reicht nicht.

    Die originalen Dämmmatten sind meist nur defekt, weil diese mit der Zeit mangels Pflege verspröden und dann die verdichtete Oberfläche reißt.

    Rainer

    Wer hat dir das gemach

    Das war eine kleine Felgen-/Räderfirma in Bönningstedt bei HH. Die gibt es wohl heute noch.

    Ich würde dir raten, rund um M. mal anzufragen, wer mit so etwas Erfahrung hat. Dabei nur auf die Läden konzentrieren, die nicht nur angelieferte Kompletträder draufstecken (können). Meistens sind es kleine Betriebe, die auch Rennsportteams unterstützen. Das kostet zwar etwas Mühe, doch der Erfolg wird dir recht geben.

    Das ganze Abdrehen ist kein Geheimnis. Seit Urzeiten funktioniert das schon so. Insbesondere bei Freigängigkeiten von Bremssätteln anderer Hersteller und (eben) korrekter Zentrierung von unpräzise gegossenen Alurädern. Unsrre alten Räder haben schon im Neuzustand so gewaltig geeiert, dass einem heute schlecht werden würde.

    Heute wollen sie zwar alle einen Haftungsausschluss für ihre Arbeit haben. Doch den kannst du getrost geben. Denn unsere ollen Räder haben so viel überschüssiges Material drauf, dass zwei Zehntel wirklich nicht die große Musik spielen.

    Rainer

    Hannes: ich hatte dir ja schon gesagt, das es am besten funktioniert, wenn du die Räder von innen an der Nabe sauber ausdrehen lässt und dir dann passende Zentrierringe drehen lässt. Das habe ich bei ähnlich blöd konstruierten US-Alurädern auch schon machen lassen.

    Rainer

    Grundsätzlich: Opel hat sich bei der Einführung der 246er Bremse nicht ohne Grund dazu entschieden, die Räder so zu ändern, dass genügend Patz zwischen Sattel und Radkranz/Mittelstern verbleibt.

    Meine Erfahrung: SSF für Ascona-/Manta-A (5,5x13, ET 37) mit vier Langlöchern passen NICHT auf eine 246er Bremse.

    ABE für Ascona-/Manta-A: Dort steht, dass SSF mit 8 Rechtecklöchern ZWINGEND auf der 246er Scheibe gefahren werden müssen. Wer etwas anderes fährt, hat keine Betriebserlaubnis mehr.

    Wenn jetzt irgendwer irgendwas gebastelt hat, hat das nichts mit der Serie/Originalität zu tun. Denn nur zu gerne wird an Bremssätteln und Rädern rumgeschliffen, um noch eine Freigängigkeit erreichen zu können. Von Spurplatten will ich nicht erst anfangen.

    Man muss also klar zwischen original und modifiziert trennen. Sonst wird das hier wieder ein endloser Thread.

    Rainer