Beiträge von Monzablau

    Es gibt ein paar Spezis, die schon mal eine Servolenkung in das A-Modell gebaut haben. Doch der Aufwand ist extrem hoch. Hauptproblem dabei sind nicht die technischen Komponenten, sondern die Kräfte, die von der Servolenkung auf die Karosserie wirken. So sind beim A-Modell Vorbau, Längsträger und Radeinbauten viel zu weich, um einfach eine Servounterstützung einbauen zu können.

    Rainer

    Moin Swinger-Club Mitglieder!

    Der Swinger von Opel ist ein Nachbau auf Basis Luxus-Modell mit falschen Streifen. Der Swinger von Rupert ist zwar original, doch er hat die falschen Streifen drauf und ist mit allerlei Zubehör aufgebrezelt worden. Zum Glück habe ich mal einen originalen Swinger 1991 auf dem Manta-A Treffen fotografiert. Bilder kommen noch.

    Übrigens: Weiße Swinger miit Streifen und weißen Felgen gab´s nur für die Händler oder (wenn man fix war) auf Bestellung. Swinger-Modelle gab es auch in allen vier Signalfarben, ohne Streifen aber mit silbernen Felgen.

    Rainer

    Die "Dichtung", die hinten am SSD-Deckel sowie dreiseitig am SSD-Rahmen entlangläuft ist KEINE Dichtung gegen Wasser, sondern gegen Dreck! Das Schiebedach ist teils Wasserführend. Deshalb erst die Abläufe freipusten (manchmal muss man sogar Schweißdraht nehmen, um die Proppen rauszukriegen) und dann einen neuen "Keder" (so heißt die "Dichtung" nämlich) einkleben. Das WHB ist dabei keine Hilfe, leider.

    Rainer

    Klar, man kann unseren alten Böcken schon ganz gut das Laufen beibringen. Das Problem dabei ist nur, dass man mit der Zeit immer mehr möchte bzw. verbessern will.

    Das ist aber in etwa so als wenn man einen lahmen Gaul reitet, diesem Hafer und die Sporen gibt und er dann tatsächlich eine gewisse Strecke schneller läuft. Aber wenn der Gaul tot ist, sollte man absteigen und sich einen jüngeren/moderneren holen.

    Nix für ungut, aber in über 30 Jahren mit Manta-A habe ich so gut wie alles ausprobiert. :laugh:

    Rainer

    Dein Bemühen, deinem Wagen mit ein paar Goodies ein etwas besseres Fahrverhalten bezubringen in allen Ehren. Aber bitte bedenke dabei stets, dass Du eine Opel-Konstruktion aus Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts fährst, dessen letzzes Exemplar vor rund 33 zuletzt vom Band lief. Denk´mal drüber nach.

    Rainer

    Hallo Daniel,
    gerade beim Federwechsel an der HA musst Du etwas Geduld haben. Bevor Du wechselst, lade bitte 200-250 kg (!) in Deinen Kofferraum und fahre eine Strecke, bei dem der Wagen schön einfedert. Dann nimm´die Gewichte aus dem Kofferraum und messe noch einmal nach.

    Und noch einmal: Der hintere Radlauf des Manta-A liegt deutlich tiefer als der vordere. Insofern kannst Du nur die Waagerechte Deines Autos als Optimum ansehen. Dieses ist an den Vorderen und hinteren Schwellerenden nachzumessen. Steht der Wagen hier gleich hoch, ist auch das Tieferlegen gelungen.

    Rainer

    Stoßdämpfer: Wie schon erwähnt, lassen sich diese ohne Demontage der Federn wechseln. Wichtig dabei ist nur, dass Du, bevor du die Karre aufbockst, die Dämpfer oben komplett los schraubst, da sie sonst mit drehen.

    Federn: Die engere (und damit steifere) Wicklung kommt beim A-Manta immer nach oben (die Schrift richtig herum zu halten hilft auch, doch was ist, wenn die Fabrik mal gepennt hat?), da diese den Hauptteil der ungefederten Massen abfangen müssen.

    Rainer

    Drück´ihn vorne genau so weit runter, wie er hinten jetzt schon steht. Messe den Einstand des Reifens im hinteren Radhaus und übertrage dieses Maß mal auf Dein Vorderrad. Ich würde schätzen, es sind so ca. 40 mm. Dann steht der Wagen richtig, denn: Der hintere Radlauf des Manta-A hängt ja ohnehin schon tiefer!

    Umbördeln/Ziehen von rostfreien org. Radläufen? NIEMALS!!!

    Rainer

    Ok, wenn´s keiner weiß :ka:
    (Warum eigentlich? Stand doch schon mal in der Manta-A Zeitung. Sitze z.Z. im Büro und versuch´s trotzdem mal)

    Die feinen Doppel-Zierstreifen beim Manta-A hatten nur Luxus- und Berlinetta-Modelle. Die Zierstreifen waren grundsätzlich schwarz. Nur bei folgenden Lackierungen waren sie Elfenbeinweiß: Tarragonarot, Royalrot, Kosmosblau und Costaricabraun-Metallic.

    Das Aufbringen der Streifen erfolgte zunächst (s.u.) durch Aufmalen und später (s.u.) durch Aufkleben. Dabei gingen die drei Produktionswerke (zumindest was den Einsatz anging) unterschiedlich vor:

    1. Rüsselsheim
    Von August 1970 (Vorserie) bis Juli 1972 aufgemalt mit Schablone. Bis Juli 1975 nur noch sporadische Fertigung.

    2. Bochum
    Von September 1970 bis Juni 1972 aufgemalt mit Schablone. Von Juli 1972 bis August 1973 aufgemalt mit freihändig geführtem Schleppwagen. Von September 1973 bis Juli 1975 freihändig aufgeklebt (Fabrikat 3M)

    3. Antwerpen
    Von August 1970 bis August 1973 aufgemalt mit Schablone. Von September 1973 bis Juli 1975 freihändig aufgeklebt (Fabrikat zunächst Scotch, dann 3M)

    A. Aufmalen mit Rollwagen und Schablone
    An den die fertigen Wagen wurden nach dem Verlassen des Bandes seitlich massive Schablonen (auf ganzer Wagenlänge!) aus Buchenholz herangeführt, die dann mit Klemmen an den Radläufen befestigt wurden. Die Schablonen reichten bis etwa 15 mm unterhalb der seitlichen Sicke auf den Wagenseiten heran. Dann wurde ein Rollenwagen mit zwei Holzkanülen (genau wie heute beim mechanischen Pinstriping) auf die Schablone gesetzt. Anschließend wurde der Rollenwagen an die Karosserie gekippt bis die Farbe aus den Kanülen kam und dann ging die ganze Fuhre am Wagen entlang.

    B. Aufmalen mit Schleppwagen und Schablone
    An den die fertigen Wagen wurden nach dem Verlassen des Bandes seitlich eine flexible Schablonen aus magnetischem Kunststoff (auf ganzer Wagenlänge!) aufgelegt. Die Schablonen reichten bis etwa 5 mm unterhalb der seitlichen Sicke auf den Wagenseiten heran. Dann wurde ein Scheppwagen (wie ein Rollenwagen, doch mit größeren Rädern und besserer Führung) mit zwei Plastikkanülen (genau wie heute beim mechanischen Pinstriping) an die Schablone gesetzt. Anschließend wurde der Schleppwagen an die Karosserie gekippt bis die Farbe aus den Kanülen kam und dann ging die ganze Fuhre am Wagen entlang.

    C. Aufkleben mit Klebeband und Schablone
    An den die fertigen Wagen wurden nach dem Verlassen des Bandes seitlich eine flexible Schablonen aus magnetischem Kunststoff (auf ganzer Wagenlänge!) aufgelegt. Die Schablonen reichten bis etwa 1 mm unterhalb der seitlichen Sicke auf den Wagenseiten heran. Dann wurde das Klebeband freihändig auf der korrekten Höhe angesetzt und anschließend entlang des Wagens aufgeklebt. Einige Werke schnitten gleich danach das Klebeband durch und legten es NICHT um. Andere (Antwerpen) legten die Klebebänder an Türen und Kotflügeln noch um.

    Ich glaube, das war´s.

    Rainer

    Zum Thema Scheinwerferringe Manta-A:

    Um die Einheit Reflektor/Scheinwerferglas stramm mit der Führungsschale der Scheinwerferaufnahme zu verbinden (damit beim Einstellen der Scheinwerfer nix verrutscht/bewegt), werden verchromte (alle außer GT/E) oder schwarze (nur GT/E) Scheinwerferringe (nicht -blenden!) verwendet. Diese Scheinwerferringe werden mit drei Schrauben an der Führungsschale des Scheinwerfers befestigt.

    Die Dinger sind recht oft bei eblöd drin und zudem auf vielen Teilemärkten zu bekommen.

    Falls Du eine org. Scheinwerfer-WiWa fahren willst, brauchst du die speziellen breiteren Scheinwerferringe dafür!

    Rainer

    Genau! Alle losen, korrodierten, geschwächten Leitungen gegen Masse sind potenzielle Verdächtige. Hinzu kommt, dass allein korrodierte Steckverbindungen allein schon Leitungsverluste von ca. 50-60% verursachen. Also: Stecker abziehen, Leitungen kontrollieren und ggf. durchmessen. Falls Stecker korrodiert sind und die daran anliegenden Leitungen ebenfalls nach Brösel aussehen: Leitungen bis zum gesunden und neu aussehenden Querschnitt kürzen und neue Stecker neu anlöten. Korrosionsschutz mittels Schrumpfschläuchen und Fett herstellen. Dann ist die nächsten Jahre Ruhe.

    Rainer

    Das Glimmen der Batterie-Kontrolleuchte ist in 90% aller Fälle auf Masseproblem zurück zu führen. In dieser Reihenfolge nach Fehlern suchen: Batteriekabel, Verbindungen und Anschlüsse von Lima und Regler, Hauptstromleitung Zündung/Zündschloss und Sicherungskasten.

    Rainer

    Das linke originale Lager ist ein Gleitlager für Ascona-/Manta-A. Das rechte ist ein gekapseltes Rollenlager für Ascona-/Manta B. Beide Lager gibt es noch bei Opel. Das Lager der B-Modelle ist wesentlich stabiler. Zum Einbau muss nur die rechteckige Aussparung in das Lenkungsrohr gefeilt werden, damit das Lager auf Dauer arretiert bleibt.

    Falls Du Spiel in der Lenkung hast, würde ich auch mal das Kreuzgelenk zwischen Lenkspindel und Zapfen des Lenkgetriebes prüfen. Gleiches gilt für die Hardiescheibe.

    Rainer

    Sorry Ralle,
    aber den kleinen Drehmomentschlüssel (sowie das Mal-Nehmen mit Faktor 10: 0,46 kpm x 10 = 4,6 Nm) hatte ich vorausgesetzt bzw. vergessen hier anzugeben.

    Aber Deine geschnitzte Dichtung gibt´s beim FOH noch neu und zwar für alle 4-Zyl.-CIH bis Bj. 78 und 2,0E bis Bj. 82.

    Noch eine Frage: warum hast Du denn die Dichtung der Verteilerplatte gewechselt?

    Rainer

    Ich kenne unsere FOH seit Jahrzehnten und kann eure Meinungen nur bestätigen. Aber wenn man gut vorbereitet ankommt, die Teilenummern mit dabei hat und denen sagt, dass unser THM 180 bis zum Rekord E im Einsatz war, dann klappt das auch.

    Aber: Vorsorge ist besser als nacher heulen. Denn: für das THM 180 gibt es kaum noch Antriebsteile und selbst die Bremsbänder werden schon knapp. Ich habe nach exakt 40 tkm bei meinem Manta-A das Öl wohl zum ersten Mal nach 36 Jahren gewechselt und den Bremsservo neu eingestellt. Danach lief das Getriebe wie ausgewechselt, obwohl ich vorher meinte keine Probleme zu haben. Merke: wer früher einen Service macht, hat länger Freude dran.

    Rainer