Beiträge von Monzablau

    Hallo Daniel,
    gerade beim Federwechsel an der HA musst Du etwas Geduld haben. Bevor Du wechselst, lade bitte 200-250 kg (!) in Deinen Kofferraum und fahre eine Strecke, bei dem der Wagen schön einfedert. Dann nimm´die Gewichte aus dem Kofferraum und messe noch einmal nach.

    Und noch einmal: Der hintere Radlauf des Manta-A liegt deutlich tiefer als der vordere. Insofern kannst Du nur die Waagerechte Deines Autos als Optimum ansehen. Dieses ist an den Vorderen und hinteren Schwellerenden nachzumessen. Steht der Wagen hier gleich hoch, ist auch das Tieferlegen gelungen.

    Rainer

    Stoßdämpfer: Wie schon erwähnt, lassen sich diese ohne Demontage der Federn wechseln. Wichtig dabei ist nur, dass Du, bevor du die Karre aufbockst, die Dämpfer oben komplett los schraubst, da sie sonst mit drehen.

    Federn: Die engere (und damit steifere) Wicklung kommt beim A-Manta immer nach oben (die Schrift richtig herum zu halten hilft auch, doch was ist, wenn die Fabrik mal gepennt hat?), da diese den Hauptteil der ungefederten Massen abfangen müssen.

    Rainer

    Drück´ihn vorne genau so weit runter, wie er hinten jetzt schon steht. Messe den Einstand des Reifens im hinteren Radhaus und übertrage dieses Maß mal auf Dein Vorderrad. Ich würde schätzen, es sind so ca. 40 mm. Dann steht der Wagen richtig, denn: Der hintere Radlauf des Manta-A hängt ja ohnehin schon tiefer!

    Umbördeln/Ziehen von rostfreien org. Radläufen? NIEMALS!!!

    Rainer

    Ok, wenn´s keiner weiß :ka:
    (Warum eigentlich? Stand doch schon mal in der Manta-A Zeitung. Sitze z.Z. im Büro und versuch´s trotzdem mal)

    Die feinen Doppel-Zierstreifen beim Manta-A hatten nur Luxus- und Berlinetta-Modelle. Die Zierstreifen waren grundsätzlich schwarz. Nur bei folgenden Lackierungen waren sie Elfenbeinweiß: Tarragonarot, Royalrot, Kosmosblau und Costaricabraun-Metallic.

    Das Aufbringen der Streifen erfolgte zunächst (s.u.) durch Aufmalen und später (s.u.) durch Aufkleben. Dabei gingen die drei Produktionswerke (zumindest was den Einsatz anging) unterschiedlich vor:

    1. Rüsselsheim
    Von August 1970 (Vorserie) bis Juli 1972 aufgemalt mit Schablone. Bis Juli 1975 nur noch sporadische Fertigung.

    2. Bochum
    Von September 1970 bis Juni 1972 aufgemalt mit Schablone. Von Juli 1972 bis August 1973 aufgemalt mit freihändig geführtem Schleppwagen. Von September 1973 bis Juli 1975 freihändig aufgeklebt (Fabrikat 3M)

    3. Antwerpen
    Von August 1970 bis August 1973 aufgemalt mit Schablone. Von September 1973 bis Juli 1975 freihändig aufgeklebt (Fabrikat zunächst Scotch, dann 3M)

    A. Aufmalen mit Rollwagen und Schablone
    An den die fertigen Wagen wurden nach dem Verlassen des Bandes seitlich massive Schablonen (auf ganzer Wagenlänge!) aus Buchenholz herangeführt, die dann mit Klemmen an den Radläufen befestigt wurden. Die Schablonen reichten bis etwa 15 mm unterhalb der seitlichen Sicke auf den Wagenseiten heran. Dann wurde ein Rollenwagen mit zwei Holzkanülen (genau wie heute beim mechanischen Pinstriping) auf die Schablone gesetzt. Anschließend wurde der Rollenwagen an die Karosserie gekippt bis die Farbe aus den Kanülen kam und dann ging die ganze Fuhre am Wagen entlang.

    B. Aufmalen mit Schleppwagen und Schablone
    An den die fertigen Wagen wurden nach dem Verlassen des Bandes seitlich eine flexible Schablonen aus magnetischem Kunststoff (auf ganzer Wagenlänge!) aufgelegt. Die Schablonen reichten bis etwa 5 mm unterhalb der seitlichen Sicke auf den Wagenseiten heran. Dann wurde ein Scheppwagen (wie ein Rollenwagen, doch mit größeren Rädern und besserer Führung) mit zwei Plastikkanülen (genau wie heute beim mechanischen Pinstriping) an die Schablone gesetzt. Anschließend wurde der Schleppwagen an die Karosserie gekippt bis die Farbe aus den Kanülen kam und dann ging die ganze Fuhre am Wagen entlang.

    C. Aufkleben mit Klebeband und Schablone
    An den die fertigen Wagen wurden nach dem Verlassen des Bandes seitlich eine flexible Schablonen aus magnetischem Kunststoff (auf ganzer Wagenlänge!) aufgelegt. Die Schablonen reichten bis etwa 1 mm unterhalb der seitlichen Sicke auf den Wagenseiten heran. Dann wurde das Klebeband freihändig auf der korrekten Höhe angesetzt und anschließend entlang des Wagens aufgeklebt. Einige Werke schnitten gleich danach das Klebeband durch und legten es NICHT um. Andere (Antwerpen) legten die Klebebänder an Türen und Kotflügeln noch um.

    Ich glaube, das war´s.

    Rainer

    Zum Thema Scheinwerferringe Manta-A:

    Um die Einheit Reflektor/Scheinwerferglas stramm mit der Führungsschale der Scheinwerferaufnahme zu verbinden (damit beim Einstellen der Scheinwerfer nix verrutscht/bewegt), werden verchromte (alle außer GT/E) oder schwarze (nur GT/E) Scheinwerferringe (nicht -blenden!) verwendet. Diese Scheinwerferringe werden mit drei Schrauben an der Führungsschale des Scheinwerfers befestigt.

    Die Dinger sind recht oft bei eblöd drin und zudem auf vielen Teilemärkten zu bekommen.

    Falls Du eine org. Scheinwerfer-WiWa fahren willst, brauchst du die speziellen breiteren Scheinwerferringe dafür!

    Rainer

    Genau! Alle losen, korrodierten, geschwächten Leitungen gegen Masse sind potenzielle Verdächtige. Hinzu kommt, dass allein korrodierte Steckverbindungen allein schon Leitungsverluste von ca. 50-60% verursachen. Also: Stecker abziehen, Leitungen kontrollieren und ggf. durchmessen. Falls Stecker korrodiert sind und die daran anliegenden Leitungen ebenfalls nach Brösel aussehen: Leitungen bis zum gesunden und neu aussehenden Querschnitt kürzen und neue Stecker neu anlöten. Korrosionsschutz mittels Schrumpfschläuchen und Fett herstellen. Dann ist die nächsten Jahre Ruhe.

    Rainer

    Das Glimmen der Batterie-Kontrolleuchte ist in 90% aller Fälle auf Masseproblem zurück zu führen. In dieser Reihenfolge nach Fehlern suchen: Batteriekabel, Verbindungen und Anschlüsse von Lima und Regler, Hauptstromleitung Zündung/Zündschloss und Sicherungskasten.

    Rainer

    Das linke originale Lager ist ein Gleitlager für Ascona-/Manta-A. Das rechte ist ein gekapseltes Rollenlager für Ascona-/Manta B. Beide Lager gibt es noch bei Opel. Das Lager der B-Modelle ist wesentlich stabiler. Zum Einbau muss nur die rechteckige Aussparung in das Lenkungsrohr gefeilt werden, damit das Lager auf Dauer arretiert bleibt.

    Falls Du Spiel in der Lenkung hast, würde ich auch mal das Kreuzgelenk zwischen Lenkspindel und Zapfen des Lenkgetriebes prüfen. Gleiches gilt für die Hardiescheibe.

    Rainer

    Sorry Ralle,
    aber den kleinen Drehmomentschlüssel (sowie das Mal-Nehmen mit Faktor 10: 0,46 kpm x 10 = 4,6 Nm) hatte ich vorausgesetzt bzw. vergessen hier anzugeben.

    Aber Deine geschnitzte Dichtung gibt´s beim FOH noch neu und zwar für alle 4-Zyl.-CIH bis Bj. 78 und 2,0E bis Bj. 82.

    Noch eine Frage: warum hast Du denn die Dichtung der Verteilerplatte gewechselt?

    Rainer

    Ich kenne unsere FOH seit Jahrzehnten und kann eure Meinungen nur bestätigen. Aber wenn man gut vorbereitet ankommt, die Teilenummern mit dabei hat und denen sagt, dass unser THM 180 bis zum Rekord E im Einsatz war, dann klappt das auch.

    Aber: Vorsorge ist besser als nacher heulen. Denn: für das THM 180 gibt es kaum noch Antriebsteile und selbst die Bremsbänder werden schon knapp. Ich habe nach exakt 40 tkm bei meinem Manta-A das Öl wohl zum ersten Mal nach 36 Jahren gewechselt und den Bremsservo neu eingestellt. Danach lief das Getriebe wie ausgewechselt, obwohl ich vorher meinte keine Probleme zu haben. Merke: wer früher einen Service macht, hat länger Freude dran.

    Rainer

    Der Ölwechsel beim Automatikgetriebe ist zwar einfach, doch die dafür erforderlichen Teile gehen ganz schön ins Geld und sie werden zusehens knapper. Die notwendigen Teile für eine 40 tkm-Inspektion:
    Ölwannendichtung, Dichtring für Ölablassschraube, Filter-/Siebeinsatz, Dichtung für Filter-/Siebeinsatz und Dichtung für Gehäuse des Bremsbandservos. Macht zusammen ca. 85.- Euro zzgl. Getriebeöl. Ganz wichtig: Schlüssel für Innensechskant der Einstellschraube des Bremsbandservos in 3/16 Zoll besorgen.

    Rainer

    Zu den Türen mal etwas Grundsätzliches: alle abgebildeten Türen sind so genannte Scherentüren. Flügeltüren sind am Dach angeschlagen (z.B. MB 300 SL). Die Scherentüren sind bei Opel-Wagen mit Rahmenlosen Türen und ohne elektrische Fensterheber eigentlich völliger Blödsinn.

    Zudem verfügen ältere Opel über jeweils zwei geschweißte Scharnierböcke an den A-Säulen, die schon im Normalfall mit den schwerren Türen zu kämpfen haben. Bei den Scherentüren wird nur noch der obere Scharnierbock zum Anschlag für das Türgelenk genutzt - und der ist damit überfordert. Ich habe jedenfalls noch keinen Opel (Hecktriebler) mit korrekt schließenden Scherentüren gesehen. ?( ?(

    Bei so vielen Nachteilen frage ich mich, wo liegen die Vorteile?

    Rainer

    Doch, das geht:

    Batterie abklemmen
    Motorhalter oben auf den Lagern der Achse lösen
    Schalthebel ausbauen, Gummibalg der Getriebedämpfung abnehmen (sofern noch vorhanden)
    Kühlerschläuche oben/unten lösen
    Brems-Unterdruckschlauch vom BKF abziehen
    Evtl. Gaszug und Tachowelle aushängen
    Motor kann nun um gut 10 cm angehoben werden
    Das reicht, um die Ölwannen auszubauen, Lager zu wechseln und, und und

    Danach natürlich alles wieder zusammen bauen.

    Rainer

    Moin Inga,
    ATE-Anlage mit Standard-Ausgleichsbehälter: 0,375 ltr.
    ATE-Anlage mit großem Ausgleichsbehälter: 0,425 ltr.
    Girling-Anlage mit Standard-Ausgleichsbehälter: 0,390 ltr.
    Girling-Anlage mit großem Ausgleichsbehälter: 0,415 ltr.

    Gut Schluck, alles klar?

    Rainer