Beiträge von Monzablau

    Ich bin u.a. auch Typreferent für unsere Autos in der Alt Opel IG. Da Opel den Cup unterstützt, werden auch von dort viele Anfragen an die Typreferenten zur Beantwortung weitergeleitet. Darüber hinaus bin ich ja schriftstellerisch tätig und das provoziert ebenfalls Anfragen. 95% der Anfragen sind absolut ok und es macht Spaß den Leuten zu helfen. Doch dann gibt es eben noch die 5%, die einem das Leben schwer machen wollen. Das färbt auch auf dieses Forum ab, leider.

    Rainer

    n einem Nachtrag v. 16.05.72 des TÜV Rheinland zum Bericht v. 22.11.71 wurde bereits die Umrüstung auf 9x13 Räder aufgegriffen (Außenbett 6,0 - 13, innen 3,0 - 13), "Ford E 30" eingegossen, ebenso die Zahlen 108 (Lochkreis) und 5 (Bundhöhe..). Außerdem auch in 6x13 (!) mit 2,5'' außen und 3,5'' innen.

    In einer weiteren Bestätigung des TÜV Rheinland vom 14.11.72 gibt es weitere Angaben bezogen auf die 9x13 '' i. V. m. 235/60VR13 (Pirelli). Die Felgen mussten folgende Kennzeichnungen aufweisen: Felgenstern 108 - 0 - E30-BBS-Ford, Außenbett 5,5 -13 BBS Ford, Innenbett 3,5 - 13 BBS Ford (damit offenbar mit Bundhöhe "0"). Voraussetzung waren u. a. natürlich Kotflügelverbreiterungen, außerdem mussten Schubstreben (vorn) angebracht werden, Lenkeinschlagsbegrenzer.

    Darüber hinaus gab es auch einen technischen Bericht (9 - 4.9052) des gleichen TÜV für den Capri II - u. a. wurden i. R. einer Umrüsttabelle dreiteilige 8x13 BBS (5'' außen, 3'' innen) "Sicherheitsfelgen" (ebenfalls mit 235er Pirellis) freigegeben.
    Es sind im Laufe der Zeit offenbar auch wieder Berichte "zurückgenommen" worden - hierüber liegen mir bis dato allerdings keine Details vor.
    Wie Siggi jedoch bereits schrieb, halfen die Berichte für den Capri bei der einen oder anderen Eintragung der E30 Räder für andere Fahrzeuge weiter.

    Super. Der Beitrag zeigt mir doch an, dass ich von den Daten her so falsch nicht gelegen habe. Zudem hat er (endlich) mal etwas herausgekitzelt hat, was stille Mitleser schon längst wissen.

    Rainer

    Habt ihr eine Ahnung. Einen Großteil meiner Freizeit verbringe ich damit, mich mit Anfragen/Meinungen/Zuschriften zu unserem Thema zu beschäftigen. Da man heute nichts und niemanden abwerten darf, muss jede Anfragen ernst genommen werden. Erst wenn erkannt/festgestellt werden kann/konnte, darf ich die jeweilige Kontaktaufnahme als "erledigt" oder als "auf Wiedervorlage" kennzeichnen/behandeln.

    Dabei fällt auf, dass es zunehmend Anfragen gibt, die vorgeben irgendetwas zu genauer wissen. Natürlich ohne Quellenangabe und/oder Nachweis. Diese Anfragen darf ich nicht abwerten, ohne eine Strafandrohung zu riskieren. Also beantworte ich diese Anfragen, ohne darauf jemals eine Antwort bekommen zu haben. Da eine Antwort immer noch ausstehen/eingehen könnte, darf ich keine gegenteilige Antwort zudsätzlich abgeben. Anderenfalls droht mir juristischer Ärger (s.o.). Ich schätze, dass ich meine ehrenamtliche Arbeit spätestens 2022 einstellen werde. Denn wenn der ganze Kram weiterhin derart überreguliert wird, haben auch ich keine Lust mehr. Das heißt aber auch, dass ich hier nur noch mitlesen werde.

    Hoch lebe der deutsche Regularismus anno 2020. Hoffentlich darf ich das noch schreiben oder noch weiter leben?

    Rainer

    ...BBS wurde erst 1970 gegründet. Diese Räder gab es also erst seit Anfang der 70er.

    Dann google mal. Es gab einen Vorgänger in Italien, der genau dieser Art Räder herstellte. Diese Firma ging 1969 Pleite. BBS hatte, soweit ich weiß, die Formen und das Knowhow von dort eingekauft. Anderenfalls musst du mal die Spezialisten hier fragen, die immer nur mitlesen. Da sitzt das Wissen, nicht bei uns Amateuren.

    Doch das alles ist lange her und hilft heutigen Nutzern dieses Räderkonzepts kaum weiter. Mir geht es darum Hintergrundwissen zu vermitteln, die bei Eintragungen evtl. von Nutzen sein können. Was damals "frei" gebohrt und später per Einzelzulassung/-eintragung ging, hilft heute kaum weiter, wo für jede Flügelmutter nach einem Gutachten geschrien wird.

    Rainer

    Jungs, schaut euch die Form der Rädersterne mal genauer an. Anhand der Ausbuchtungen für das Bohren der Löcher für die Radmuttern ist erkennbar, dass alle Sterne aus EINER Form stammen und je nach Verwendungszweck und Fahrzeug unterschiedlich gebohrt werden konnten.

    Die Ford Pflaume ist auf den Abgüssen nur zu erkennen, weil Ford der Initiator (1968?) für diese Räder war, allerdings keinen Gebrauchsmusterschutz darauf geltend gemacht hat (te). Insofern war es dem Hersteller der mehrteiligen Räder recht und billig, die Rädersterne auch für andere Fahrzeuge zu bohren.

    Wichtig: bei der Produktion dieser mehrteiligen Räder ging es nicht um die Verwendung als Zubehör, sondern ausschließlich um den Rennsport. Wir reden hier vom Zeitraum 1968 (?) bis 1976. Wenn ich das richtig erinnere, waren mehrteilige Räder für die Montage an Serienwagen zum Einsatz im Straßenverkehr vor 1965 (?) überhaupt nicht zulässig.

    Bitte korrigiert mich bei den "?".

    Rainer

    Da hast du keine Chance mehr, diese Zeitungen wollen im Großen und Ganzen nur noch Umsatz machen.

    Natürlich. Die wollen auch (noch) leben. Aber für die hohen Magazinpreise darf ich wenigstens etwas Vernünftiges verlangen. Von "Qualitätsjournalismus" will ich hier nicht anfangen. Denn wenn der nicht (mehr) möglich ist, sollte man den Ball flach halten und nur das (ab-) schreiben, was als gesichert gilt.

    Wenn aber ein Redakteur von "Classic Cars" (07-2020) in seinem Magazin (vorsichtig ausgedrückt) erfundene Berichte bringt, dann hört der Spaß auf. Im besagten Heft taucht auch ein Omega C40 Caravan auf, den der Schreiberling glatt Irmscher als Besitzer zuschreibt, obwohl das Auto von "Opel Classic" stammt. Und wenn diesem "Münchhausen" noch nicht einmal auffällt, dass der Omega Caravan eine komplette Senatorfront trägt, reicht es wirklich.

    Was sollen da die heute jungen Leser sagen, wenn sie das Heft in ein paar Jahren in die Finger kriegen? Wir dürfen gespannt sein. Ich bin zwar nicht der Gralshüter der Historie unserer Autos (da gibt es Leute mit mehr Wissen zum Thema Ascona-/Manta-A), doch wenn sich die fehlerhaften Presseberichte in unserem Jubiläumsjahr derart häufen, kann ich als Opelfan nicht anders.

    Rainer

    Das stimmt für einige von UNS. Aber es gibt doch immer wieder Neueinsteiger, die vielleicht durch solche Artikel auf unsere Autos aufmerksam werden.

    Auch hier im Forum werden doch immer wieder die gleichen Fragen gestellt. Und wir antworten. Das ist Sinn und Zweck eines solchen Forum. So auch die Wiederholungen einer Fachzeitschrift.

    Solange über etwas geschrieben und gesprochen wird, lebt es - egal ob positiv oder weniger positiv

    Nun ist es wieder passiert. In der Zeitung "Classic Cars" der Autozeitung (07-2020) steht ein Bericht über den gelben Breitbau von Opel, der KOMPLETT in punkto Rennhistorie falsch ist. Wie soll man bei so viel Desinformation da noch etwas richtigstellen, damit spätere Leser nicht aufs Glatteis geführt werden? Der (unerfahrene) Redakteur hat die ihm (wahrscheinlich von Opel) erzählten Märchen über das Auto geglaubt und stumpf niedergeschrieben.

    Rainer

    Das OG ist für den 19S, das OH für den 16S.


    Auch die Wandler sind verschieden, die mit den gelben Markierungen sind 16S, grün 19S

    Lesen hilft.

    Du kannst die Automatik vom 16S auch im 19S fahren. Es werden sich durch die andere Wandlergeometrie und die anderen Ventile im Hauptölkanal minimal andere Schaltpunkte ergeben.

    Es hängt aber davon ab, wie fit das Tauschgetriebe noch ist. Wenn das Ding 150 tkm drauf hat, Brocken im Filter stecken und das Öl verbrannt ist, lohnt der Umbau nicht.

    Rainer

    Was nützt euch die beste Liste von Getrieben, wenn diese teilweise nicht mehr aufzutreiben sind und noch nicht einmal Klarheit darüber herrscht, mit welcher HA-Übersetzung gefahren werden soll?

    Das ist wieder mal ein Thread zum Abgewöhnen. Elendig lang, kaum Info und viel Kaffeesatzleserei.

    Rainer

    Also ich für mich habe noch in Erinnerung das meine Lackierergebnisse mit relativ wenig Luft und wenig Farbzugabe in der Pistole am einfachsten zu lackieren waren, und zu den besten Ergebnissen geführt hat.

    Man lackiert dann quasi nass in nass, die Farbe trocknet schon wärend dem Lackiervorgang, die Gefahr Läufer zu produzieren, ist geringer.

    So auch meine Erfahrung. Man muss zwar mehr Gänge spritzen, doch die Kontrolle des Lackauftrags gelingt viel besser. Am besten ging das mit den ollen Kunstharzlacken damals. Gut und reichlich verünnen und dann mit wenig Druck auftragen.

    Rainer

    Und das gefährliche Internet halbwissen kommt dann auch noch dazu

    Stimmt, doch gegen diese Art der Verdummung kämpfe ich seit Jahren erfolglos.

    Aber du kennst doch den Unterschied zwischen einem Experten und einem Spezialisten?

    Ein Experte ist einer, der von ganz vielen Dingen immer ein wenig weiß. Und ein Speizalist ist einer, der von ganz wenigen Dingen immer sehr viel weiß. Die Wahrheit scheint irgendwo dazwischen zu liegen.

    Doch da frage ich mich: Wo sind eigentlich die Generalisten geblieben?

    Rainer