Beiträge von metalworks

    Ich muss dem Forum mal ein großes Kompliment machen... Die "Amateure" hier wissen in der Regel mehr, als die Experten in anderen Foren. Das sollte auch mal erwähnt werden. UND: Es wird einem geholfen!

    Ich nehm 2 für 20k im echten Zustand 2 :laugh::wink:. Problem 1, der Markt ist leer. Problem 2, für 20k gibts keine echten 2er. Aber diese Preise, wie schon mehrfach besprochen, sind ja auch eher eine relativ grobe Orientierungshilfe, nicht mehr.

    Nö, nicht bei Jedem. Und das ist auch gut so. Es gibt auch welche wie Mutti und mich, die die Autos ganzjährig fahren. Und uns kommt es nicht auf die letzte originale Schraube an.

    Das ist eigentlich der Ursprungszweck einer Mobilie... und zudem die beste Art, das Fahrzeug wert zu schätzen. Und ein Fahrzeug, welches im Alltag bewegt wird, braucht mehr Kompromisse.

    Ja, ich gebe zu, ich entspreche da nicht dem Originalitäts-Zeitgeist. Ich möchte die Fahrzeuge so haben, wie es mir gefällt. Da steht 100% Original nicht im Lastenheft. Sicher geht man heute auch mit dieser Einstellung weit vorsichtiger vor, als früher. Man möchte schon im Rahmen der H Richtlinien bleiben. Aber ein völlig originales Auto hat mich noch nie gereizt. Aber jeder nach seiner Fasson.

    Was gibt es denn da zu lachen, wenn ich auf eine Frage hin erkläre, wie man den Ursprung eines Autos nachprüfen kann? Wie Hannes ja schon schrieb, ist die Dokumention bei Opel eine Katastrophe. Deshalb helfe ich in solchen Fällen gerne, damit man es hier nachlesen kann.


    Rainer

    Das ging nicht an deine Adresse, vielmehr schätze ich, wie wohl alle hier, deine Arbeit sehr. Mir geht es eher darum, dass man eigentlich zufrieden sein darf, wenn man diese Fahrzeuge noch in gutem Zustand und in annähernd Originalzustand finden kann. Aber das Herumreiten auf diesen Details und das Abwerten von Fahrzeugen, obwohl die meisten Details, die vom Auslieferungszustand abweichen, relativ leicht revidierbar sind, ist weder angebracht, noch zieführend.

    Bei einem Fahrzeugtyp, der durch sämliche Tuning Niederungen der Jahrzehnte gegangen ist, der sich oft schon vor seinem 10. Lebensjahr in Edelrost eisenfrei verwandelt hatte, sich daran aufzuhängen, ob er mit oder ohne Streifen ausgeliefert wurde ist für mich ehrlich gesagt schon fast zum Lachen. Sorry, aber nach all dem, was ich die letzten Jahrzehnte an Manta A GT/Es besichtigt habe, wäre mir so etwas völlig unwichtig. Wichtiger ist die 245 und der Zustand. Ob da dann original Streifen drauf waren oder ob er original weiße oder schwarze Sonnenblende, hatte, who cares...


    Just my 2 cents

    Wir haben momentan in Europa und auch in den USA eine Inflation von über 5 bzw sogar 6 Prozent. Zugleich muss man Negativzinsen für Spareinlagen zahlen. Der Aktienmarkt ist schwieirig, zwar mit Chancen, aber eben auch großen Risiken. Erinnert momentan ganz stark an den sog. "Neuen Markt" um 2000. Wundert es da tatsächlich irgendwen, dass gerade der Mittelstand nach Alternativen sucht? Leute mit viel Kapital haben andere Möglichkeiten, die verschieben ihr Kapital einfach in einen anderen Markt, z.B. die Schweiz. Diese Möglichkeiten haben "Normalos" nicht, aber auch die suchen nach Auswegen. Also fängt man an, sich wieder mehr Oldtimer/Youngtimer zu kaufen. Ein E30 325i Cabrio kostet mittlerweile in gutem Zustand 40.000 Euro oder mehr. Ein E36 M3 Coupe hat in gutem Zustand ebenfalls die 40k Grenze gerissen, Tendenz stark steigend. Das sind aber Autos, die sich Normalverdiener hinstellen. Aber die hohe Nachfrage führt bei überschaubarem Angebot dazu, dass die Preise stark anziehen. Was auch noch dazu kommt ist, dass die Leute längst nicht mehr so markengebunden kaufen, wie noch vor 20 Jahren. Ich habe vor 3 Monaten einen Nicht-Schrauber-Kumpel bei einem Kauf begleitet. Der hat u.a. einen Porsche 911, einen 981 Spyder und 2 alte BMW in der Garage stehen. Der hat sich jetzt einen Ascona B 2.0E Sport aus 2. Hand für 23.000 Euro gekauft. Nach seiner Aussage fand der den immer cool, aber er hätte sich früher sowas nie in die Garage gestellt. Jetzt ist das Kult und er ist superhappy.

    Bitte nicht nur auf die Höchstpreise achten, sondern auch mal prüfen, was man für das Geld bekommt. Fordern kann man jede Summe. Doch ob der Käufer diese auch wirklich zahlt, steht auf einem anderen Blatt.

    Rainer

    Die meisten 400er sind entweder in sehr gutem Originalzustand oder sehr aufwendig restauriert. Warum?! Nun, zum einen, weil es sich rentiert. Und zum anderen, weil die meisten, die einen haben, es sich leisten können. Mein 400er Rothmans wurde vom Vorbesitzer laut den mir vorliegenden Rechnungen für über 80.000 Euro neu aufgebaut. Alleine der Phase 2 Motor hat über 40.000 Euro verschlungen. Die 400er Szene hat nur sehr begrenzt noch was mit Opel zu tun. Da stehen die Ascona/Manta 400 neben Porsche, Ferrari oder eben Lancia Delta EVO und anderen Legenden. Diese Fahrzeuge werden auch nicht offen angeboten, sondern wechseln in der Regel unter der Hand den Besitzer. Preise liegen, je nach Phase, Zustand und Historie mittlerweile bei mehr als 100k. Nur wird fast nie was angeboten, man muss quasi den Besitzer mit Geld erpressen :laugh:, dass er das Fahrzeug verkauft. Die Fahrzeuge, auf mobile und CO stehen sind in der Regel Grotten, die die Szene nicht will oder aber ausgediente Ex-Rennautos. Beim C-Kadett GT/E ist es ähnlich, nur liegt das Preisniveau nicht ganz so hoch. Aber 50.000 Euro muss man für einen originalen 1.000er in Top Zustand zwischenzeitlich ausgeben. Ist aber nur für die schlecht, die einen suchen 8o

    hab meine Nummer ( 101 in unserem Zulassungsbereich ) seit den frühen Mitte 90ern kurz nachdem die aufkamen...damals musste man ein 0 Punkte Konto haben,

    das Fahrzeug 20 Jahre alt sein und man war für die Verkehrssicherheit verantwortlich...maximal 10 auf einer Nummer und das PS Stärkste musste Versichert werden....das war dann schnell vorbei und die Altersgrenze höher gesetzt bzw. wurde es auch mit dem versichern schwierig da es kaum Versicherungen gab, die Auflagen hoch ( Altagsfahrzeug vorhanden bzw. bei gleicher Versicherung....abgeschlossene Garagen usw.) waren und riesen Preisunterschiede waren...

    aber ich Hoffe Du hast Recht....:up:

    Stimmt, waren auch mal 20 Jahre. Nur die 10 auf der einen Nummer gab es bei unserer Zulassung Gott sei Dank nie. Aber da macht eh jeder Landkreis sein eigenens Ding. Landkreis Schwandorf unbegrenzt, Landkreis/Stadt Regensburg 5, soweit ich weiß. Bei uns genügt es, wenn das Fahrzeug ein H-Gutachten hat oder vorher bereits nachweislich auf einer 07er Nummer geführt war. Aktueller TÜV überflüssig. In Regensburg: Fahrzeug braucht bei Übernahme unter den gleichen Parametern immer frisch TÜV. Insgesamt glaube ich aber auch daran, dass wir Oldtimer-Freunde nicht ungeschoren davon kommen werden.

    die könnten uns aber ne Tüvpflicht für alle Fahrzeuge aufbrummen....so wie das mit der Erhöhung auf 30 Jahre+ gültige H-Abnahme passiert ist...


    Anfangs konntest du auf die 07er auch noch Autos mit 25 Jahren packen, sogar ohne Gutachten. Das haben sie dann relativ schnell abgeändert. Allerdings durften die drauf bleiben, die bereits drauf waren. Entspringt wieder dem gleichen Rechtsgrundsatz. Dazu kommt das Verbot der Rückwirkung, also dass du jemanden rückwirkend durch eine Gesetzesänderung nicht schlechter stellen darfst, als er mit dem alten Rechtsstand gestellt war. Insoweit sehe ich das auch mit einer Veränderung zur regelmäßigen Überprüfung skeptisch. Aber für neuerteilte 07er (so denn noch welche ausgegeben werden) wird es sicher strengere Regeln und mehr Auflagen geben.

    Die 07er-Nummer Kennzeichnen eine Ausnahmegenehmigung, bei der es keinen Bestandsschutz gibt.

    Rainer

    Die Erteilung eines 07er Kennzeichen ist ein Verwaltungsakt nach §35 VwVfG. Den kann man nicht so einfach rückgängig machen. Nicht mal wenn sich die Rechtsgrundlage ändert, oder sie wegfällt. Es spielt auch keine Rolle, ob der Verwaltungsakt aufgrund eines Gesetzes, einer Verordnung oder einer Ausnahmegenehmigung zur Verordnung erlassen wird. Beispiel zur Verdeutlichung: Die Erteilung einer Baugenehmigung ist ebenfalls ein Verwaltungsakt. Dieser stützt sich immer auf die Rechtsgrundlagen, die zum Zeitpunkt des Antrags gelten. Sie kann nicht deswegen von der Genehmigungsbehörde zurückgenommen werden, weil sich irgendwann das Gesetz ändert. Nennt sich Rechtssicherheit. Daraus folgt der Bestandsschutz für bereits erteilte Genehmigungen. Sollte sich ein Sachverhalt ergeben, durch den eine neue Genhmigung notwendig wird, so gilt natürlich das dann gültige Recht. Sorry, für das Juristendeutsch ;) .