Aufmunternde Worte?
Wenn es Dein erster Kontakt mit dieser Krankheit in der eigenen Familie ist, dann ist das sicher eine ganz neue Erfahrung für Dich.
Mach Dir klar, daß es meist für die Angehörigen schlimmer ist als für den Patienten selbst. Gut ist, wenn der Patient sich nicht verschließt und offen mit seinen Mitmenschen über seine Krankheit spricht. Das tut beiden gut und hilft Spekulationen zu vermeiden.
Trotzdem jetzt nicht auf Teufel komm raus jede Minute mit ihm verbringen, das tut beiden auch nicht gut.
Wichtig ist, daß man sich den Ärzten anvertrauen kann und das Gefühl hat, daß man in den richtigen Händen ist. Trotz Allem muss man realistisch bleiben. Krebs ist eine Form der Krankheit, die man nie wieder los wird. Hat man es - auch wenn geheilt - begleitet das einen wie das berühmte Damoklesschwert den Rest seines Lebens. Krebs geht nie gut aus - zumindest nicht dauerhaft.
Ich wünsche Dir und deinem Vater alles Gute bei der Behandlung und hoffe er ist in guter Betreuung. Gerade die Wahl des Krankenhauses macht sehr viel aus.
Und: wunder Dich nicht, wie er ist, wenn er das Krankenhaus wieder verlässt! Da passieren ganz komische Dinge. Ich kenne da einen, der nach seiner Krebsdiagnose anfing, einen Manta zu restaurieren. 
Schau Dir meine Signatur an - die kommt nicht von ungefähr.