Unsere alten Motoren wurden mit ganz anderen Toleranzen und Materialien gebaut als es bei modernen Motoren der Fall ist. Meine Erfahrung aus den letzten 30 Jahren:
1. Alte Motoren mit ungewisser Vorgeschichte und unbekannter Laufleistung sollten ganzjährig mit 10 W 40 oder 5 W 40 Mineralöl gefahren werden. Ölwechsel alle 7.500 km inkl. Filter. Bitte kein syth. Öl in diese Motoren kippen, da dieses Öl starke Reinigungswirkung hat. es besteht die Gefahr, dass sich durch das Auswaschen von Ölkohle und anderen Ablagerungen die Toleranzen UND den Verschleiß noch verstärken.
2. Neue AT- oder Teilemotoren von Opel oder Vege sind zunächst 200-500 km mit Mineralöl einzufahren. Dann Öl und Filter rausschmeißen. Nun kann (wer will und Geld hat) auch Syth. Öl verwendet werden. Allerdings sollte man sich mit 10 W 30 bis 10 W 50 begnügen, da auch diese Motoren relativ große Toleranzmaße haben. Ich würde mir auch hier den Synthetik-Kram sparen.
3. Wird ein Motor komplett neu aufgebaut und dabei die Toleranzen auf ein Minimum reduziert, können auch Synth. Öle der Viskosität 0 oder 5 verwendet werden. Nach oben hin gibt es beim Ölpreis keine Grenzen. Und: die Öle sind heute viel besser als früher. Grundsätzlich gilt jedoch, dass ein neuer (CIH-) Motor einlaufen muss.
Rainer