Nun überschlägt sich die Politik mit Forderungen für den Klimaschutz, das war nicht immer so. Es ist eine Umweltkatastrophe mit sehr früher Ansage. Schon am 1. Oktober 1990 wurde in Bonn der Schlussbericht der Enquetekommission "Schutz der Erdatmosphäre" des Bundestages nach zweijähriger Arbeit veröffentlicht - noch ohne Beteiligung der seinerzeit noch recht jungen Grünen. In zwei dicken Handbüchern waren sehr transparent in vielen farbigen Schaubildern all die Klimaprognosen und Forderungen der Energiewende vorhanden, die jetzt 2021 erstmals in einem Wahlkampf die Politik beschäftigten. Nach dieser Naturkatastrophe erst recht. in der 90er Jahren blieb es trotz Drängens der Klimaforscher bei Sonntagsreden. Der Film zum Thema folgte 1994 mit der Dokufiktion "Crash 2030". In bedrückender Klarheit wurden darin vor einem Vierteljahrhundert (!) genau die Klimakatastrophen erst für 2030 angenommen, die schon jetzt seit Jahren Realität sind. In einem fiktiven Umweltprozess müssen sich im Film die Politiker 2030 dafür verantworten, weil sie erst ab 2025 viel zu spät Gegenmaßnahmen eingeleitet hätten.
Man sollte die Politiker aller Fraktionen mal daran erinnern, bevor sie heute das Wort Klimaschutz populistisch in den Mund nehmen.
Rainer