Ascona A Voyage 4-Türer?

  • Hallo Freunde!


    Als Frischling hier hab direkt mal eine knifflige Frage, die mich genau genommen schon seit Jahren umtreibt: Gab es wirklich niemals werksseitig den Voyage mit 4 Türen?
    (Sorry wenn ich "vier" und nicht "fünf" Türen schreibe, denn einen 5-Türer hab ich, egal von welchem Hersteller, auch als Kombi, noch nie gesehen! Ich seh immer nur 4-Türer mit Heckklappe! [Denn Türen sind IMMER seitlich angeschlagen, oben oder unten angeschlagen sind NUR Klappen!])
    Gab es von Opel mal einen 4-türigen Prototyp?
    Hat mal jemand einen 4-türigen Voyage selbst gebaut - meinetwegen einen 2-türigen Voyage zum 4-Türer umgebaut, oder eine 4-türige Limousine zum Voyage?
    Gibt es Photos?


    DAS würde mich wiklich brennend interessieren.


    Danke schonmal für Eure Mühe,


    Euer Max



    P.S.: hat es vom B auch mal eine Caravan-/Voyagerversion als Prototyp gegeben, oder hat schonmal jemand einen B zum Caravan umgebaut; meinetwegen mit Teilen von Kadett B Caravan, Ascona A Voyager, Rekord C oder D Caravan? Gibt es Photos?


    M.

  • Es gab bei Opel 1969 mindestens 3 Protoypen eines Voyage mit vier Türen, die jedoch alle bei Crashtests zerstört wurden. Bilder davon habe ich, doch die werden irgendwann in einem meiner Bücher erscheinen. Auch einen zweitürigen Pickup gab es - allerdings nur als Zeichnung.


    Rainer

  • wenn eine klappe eine scheibe hat ist es eine tür. das hat mit dem anschlag nix zu tun. also ist eine hecktür keine klappe. und somit gilts als tür. war schon immer so.


    es gab keinen ascona b caravan. es gab aber einen manta b caravan von der firma klostermann und einen kombi vom ascona c der allerdings nicht für deutschland erhältlich war.




    außerdem gab es für südamerika/brasilien den corsa als kombi seit jeher. also ab baureihe b bis zur aktuellen. es gab auch corsa a caravan in begrenzter stückzahl. das waren aber umbauten der firma artz für das autohaus "opel blitz".

    Als Kind lernt man das Laufen und als Erwachsener, nach dem Hinfallen wieder aufzustehen.

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  • Der Ascona C wurde bei Vauxhall im Werk Luton als Kombi gebaut .Ich habe bei Opel in KL
    jahrelang im England -Versand gearbeitet ,da fand man manchmal die Werkszeitung
    von Vauxhall ,darin war er abgebildet .Fahrzeug war bis zur C-Säule Fliesheck,dahinter noch ein
    Fenster,mit Hecklappe sah das Auto richtig schick aus.Schade dass dieses nicht bei uns
    nicht erhältlch war.


    Gruss Peter






  • Hast Du schon mal jemanden gesehen, der an einem PKW bei der 5ten Tür eingestiegen ist. :oh: Der Ausdruck einen PKW als 5türer zu bezeichnen ist total unlogisch. :wink:

  • Meine Haustür hat keine Scheibe - ist es deshalb eine Hausklappe :ka:


    Also wir auf dem Land sagen zu dem Ding hinten am Kombi Heckklappe, weil durch Türen gehen wir durch und hinter Klappen verstauen wir etwas.
    Aber wir nennen die Klappe am Coupé und an der Limo ja auch Kofferdeckel obwohl meist Bierkästen dahinter verschwinden. Oder müsste das jetzt Bierdeckel heißen? :nd:

  • Witzig; aus der Caravan-/Voyagefrage wird eine Tür/Klappe-Diskussion...! :kopf:




    Gefällt mir! Das sagt mir, daß ich hier richtig bin! :up:




    Ich hab übrigens in meiner Küche gläserne Türen und gläserne Klappen und wenn das nicht langt, dann schaut mal hier und hier .


    Eine Bodenklappe und eine Deckenklappe heißt übrigens auch einfach Klappe, da der Griff dem Akteur näher als die Scharniere ist.




    Naja.




    Der C-Kombi gefällt mir gut - wirklich schade, daß es den hier nicht gab, sondern quasi statt dessen dieser wenig gelungene Fließheck-C angeboten wurde.
    Der Manta-B-Kombi sieht schon fast geil aus! Irgendwie erinnert der mich an den Reliant Scimitar GTE (guckt Ihr hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Reliant _Scimitar), der in Großbritannien zusammen mit Modellen anderer Hersteller, die 2-türige Sportkombis anboten (z.B Volvo P 1800 ES "Schneewittchensarg"), als "Shooting Brake" (hier gucken: ) bezeichnet wurde.


    Ein ebenfalls gelungenes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist zum Beispiel der BMW Z3-"Kombi".




    Max

  • :wink:
    und wenn ich bei meinem astra ein fenster in die tankklappe baue is datt dann eine tanktür :ka::nd:

    wer schreibfehler findet darf sie behalten
    crazy :wink: :no1: (und der heißt nich nur so)

    romanes eunt domus
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  • Nun habe ich mir Eure Witzchen eine Zeit angesehen und ein wenig Aufklärung folgt:


    1. Die Ausdrücke 5-türig und Hecktür kommen nicht von Opel oder anderen Herstellern, sondern vom KBA!


    2. Hintergrund: Bis zur Einführung eines Caravan als Personenwagen, wurden alle "Opel-Combi" (egal ob verglast oder unverglast) als Lieferwagen 2-türig mit Heckklappe oder Rückwandklappe bezeichnet.


    3. 1953-54 kamen aber die ersten Caravan, die beim KBA als Pkw bzw. als Kombinations-Kraftwagenlimousine eingetragen wurden. Opel war hier damals Vorreiter! Da es bei den Pkw (zumindest im Großserienbau) bis dato keine Heckklappen oder Rückwandklappen gab, bezeichnete das KBA diese als weitere Tür. Ein ehemals als zweitüriger Lieferwagen geplanter Opel, wurde so zu einem 3- oder 5-türigen Caravan.


    4. Interessant: Voraussetzung für die Hersteller für die Eintragung eines Caravan (Pkw) beim KBA war meines Wissens nach, dass die "weitere" Tür (und die hinteren Sitzplätze) verglast sein mussten!


    5. Und: Als es von Opel noch keine Caravan gab, bauten Karosseriebaubetriebe schon Lieferwagen in Caravan um, in dem o.g. Verglasungen nachgerüstet wurden.


    Rainer

  • noch was Interessantes zum C-Ascona Caravan: das Teil wurde ja nur in England gebaut, und das auch nur als Rechtslenker. Nun hat vor ein paar Jahren jemand aus Deutschland so einen Caravan in England gekauft und zumindestens angefangen, ihn als Linkslenker umzubauen. Dazu hat er die Stirnwand aus nem Linkslenker ausgeschnitten und in den Engländer eingepasst. Wieweit das Projekt fortgeschritten ist, weiss ich allerdings nicht, da es (erwartungsgemäss) Zulassungsprobleme gab.....

  • Moin Dieter , warum sollte es zulassungsprobleme geben ?? Hier bei mir laufen einige Dutzend Rechtslenker rum mit Deutscher Zulassung , selbst wenn man den auf Linkslenker umbaut sehe ich kaum schwierigkeiten ! gruß marco :wink:

    Gas geben wo man noch kann !!
    Dazu die HOT-Line 0177/2804802

  • das Problem war wohl, dass es den Vauxhall Caravan nur als Rechtslenker gab, dass der TüV entweder eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von Vauxhall/Opel wollte oder der Erbauer als Fahrzeughersteller eingetragen werden sollte. Wollgemerkt, für den Umbau auf Linkslenker. Soviel ich weiss, hatte er noch einen weiteren Caravan ganz normal zulassen können. Wie gesagt, hab schon lange nix mehr gehört, ob und wie der Umbau dann beendet wurde. Rechtslenker fahren bei uns auch jede Menge rum, sogar ehemalige Postfahrzeuge aus der Schweiz. Die haben oftmals Rechtslenker in Betrieb um die Sicherheit der Fahrzeugführer zu verbessern. Ausgemusterte Fahrzeuge finden ab und an mal den Weg nach Deutschland. Sieht dann witzig aus, rechtsgelenkte Renaults oder Golfs oder Astras mit dem postgelben Lack rumfahren zu sehen.

  • Ja, jaaa! Der TÜV!


    Statt einfach nur zu gucken, ob der Umbau von Rechts- auf Linkslenker handwerklich in Ordnung ist verlangen die eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von Vauxhall/England...!
    Können die doch eigentlich gar nicht liefern, da es das Auto nie als Linkslenker gab.
    Die können doch höchstens sagen, daß es technisch gesehen bedenkenlos ist, eine Umrüstung vorzunehmen, wenn sie sach- und fachgerecht durchgeführt wird. Das aber seh ich nicht unbedingt als TÜV-konforme Unbedenklichkeitsbescheinigung an. Oder?
    Jedenfalls dann sind wir wieder bei meinem ersten Satz.


    Max

  • vielleicht denk ich da jetzt zu schräg aber wenn der umbau mit originalteilen gemacht hat. warum sollte der tüvler überhaupt merken dass es ein rechtslenker war?.

    Als Kind lernt man das Laufen und als Erwachsener, nach dem Hinfallen wieder aufzustehen.

  • weil es in Deutschland für dieses Fahrzeug weder eine Betriebserlaubnis noch eine Schlüsselnummer gab, da ja in Deutschland nicht verkauft wurde. Spätestens wenn es um den Fahrzeugbrief geht, wird irgendwo irgendjemand merken, dass da was verändert wurde.

  • Warum so kompliziert und warum muss so ein Wagen unbedingt als Opel oder Vauxhall zugelassen werden. Einfacher ist es, eine Bauratabnahme durchzuführen mit Vergleichsdaten eines Ascona C (aus dem selben Baujahr und vom gleichen Motortyp) und dann lässt man sich selbst als Hersteller eintragen. Fertig. Kein Gutachten, keine Freigabebescheinigung usw....


    Rainer

  • das stimmt. (natürlich stimmts aber ich wollte es nochmal bestätigen). ich weiß von jemandem der sich mal in den 90er jahren eine rohkarosse von einem audi besorgt hat und ihn aus ersatz und neuteilen völllig neu aufgebaut hat. auch er steht als hersteller in den papieren.

    Als Kind lernt man das Laufen und als Erwachsener, nach dem Hinfallen wieder aufzustehen.

  • ähem, falls ihr meinen ersten Post gelesen habt, dort hab ich ja geschrieben, dass der TüV entweder eine Unbedenklichkeitsbescheinigung oder aber den Erbauer als Fahrzeugherrsteller eintragen wollte. Nur, ich habe keine Ahnung, was schlussendlich aus diesem Projekt geworden ist..... :streich: