Suche 4-Gang mit Overdrive

  • Hallo miteinander,

    Klaus und/oder ich suchen ein Vierganggetriebe mit nachgeschaltetem Overdrive für CiH, wie es in manchen Rekord verbaut war.

    Ja, es ist mir bewusst, dass das nicht leicht wird, aber vielleicht hat ja jemand zufällig eines da liegen. ;)

    Hier wird ja schließlich viel gesammelt. Der Rest vom Getriebe darf gerne auch nicht vorhanden oder kaputt sein, es geht eigentlich nur um das Overdrive.


    Gruß, Matze

  • Rekord – E – Overdrive – Getriebe - ALT-OPEL Interessengemeinschaft von 1972 e.V.
    Opel Oldtimer Verein - Biete ein gut gebrauchtes Overdrive Getriebe was meines Wissens aus einem Rekord - E stammt, passt eventuell auch für andere Modelle.…
    www.alt-opel.eu

    Gruß Thomas :wink:

    -——---------------------------------------------------------------------------

    Vernünftige Autos werden vom Antrieb geschoben, nicht gezogen!    Walter Röhrl

  • Gruß Thomas :wink:

    -——---------------------------------------------------------------------------

    Vernünftige Autos werden vom Antrieb geschoben, nicht gezogen!    Walter Röhrl

  • Das ist ein normales 4-Ganggetriebe.
    Die späten 2.2er Rekord hatten schon Getrag 5-Gang.
    Overdrive sieht so aus und war 1980 kurzzeitig im Rekord E 2.0S/E und Commodore 2,5S zu haben:

    klick!

    So sehr ich das Getriebe geliebt hab (hatte 3 Stück davon),
    die hatten alle Probleme mit Synchronringen 2. Gang.
    Das liegt wahrscheinlich an der längeren Hauptwelle im Getriebe,
    die es vom normalen 4-Gang unterscheidet.
    Belastbarkeit ist bis 115 PS max. freigegeben.
    Hier gibt es auch noch tolle Infos dazu:

    klick!

    Für den Manta habe ich auch noch eins, aber wahrscheinlich werde ich es nie einbauen.
    Ist ne enge Kiste im Originaltunnel...

    Gruss,
    Gunnar

    Einmal editiert, zuletzt von tarragona (5. April 2026 um 23:27)

    • Offizieller Beitrag

    Das liegt wahrscheinlich an der längeren Hauptwelle im Getriebe,

    Stimmt, mit der Wellenverlängerung im 5 Gang gab es ewig Probleme. Das zusätzlich eingeleitete Drehmoment hat die Lager der Hauptwelle vom 240er Getrag ruckzuck schiefgezogen. Wahrscheinlich gab es diese Option deshalb auch nur eine kurze Zeit lang.

    Aber das 4 Gang scheint stabiler zu sein. Ich kenne mehrere Fahrer die mit dem angeflanschten Overdrive keine Probleme haben. Allerdings bei moderater Fahrweise. Zum Rasen mit reduzierter Drehzahl ist das nix. Sprit sparen und Rasen geht halt doch anders.

    Rainer

  • Hallo Gunnar, Rainer und Eckhard,

    Vielen Dank für eure Beiträge!

    Das mit der Freigabe bis max. 115 PS wusste ich nicht, da wird Klaus' neuer Motor schon drüber sein.

    Was die Fahrweise angeht, war "unten rum" sportlich und auf Langstrecken sparsam, verschleißärmer und leiser angedacht. An sich deckt sich das ja auch mit der von Gunnar verlinkten Werbeanzeige.

    Wenn die Haltbarkeit aber generell eher nicht so gut ist, ist das eher keine Option.

    Bei Eckhard hätte ich gerne gekauft, wir sehen uns ja jedes Jahr. Allerdings habe ich von Dir einen alten Beitrag gefunden:

    Zitat

    Die Erfahrung habe ich schon mit einem Overdrivegetriebe gemacht, welches ohne Glocke gekauft auch nicht an die Mantaglocke passte.

    Dann wird das ja eh nichts, schade. Zudem die Einschätzung, dass das weniger Platz als ein Getrag 240 braucht, dann wohl auch falsch war. Also hätten wir auch nichts gewonnen.

    Stand jetzt bleiben wir dann beide beim ursprünglichen Viergang.


    Nur mal eine Gedankenspielerei am Ende:

    Das ZF S5/18-3 konnte man, wenn man davon wusste, beim Opelhändler im Kofferraum ordern und einbauen lassen (Rainer, korrigiere mich bitte, wenn das nicht stimmt). Insofern müsste das ja ohne Änderung in den Tunnel und durch die Schalthebelaussparung der Mittelkonsole passen. War da eine Glocke dabei oder passt die vom Viergang? Das Getriebe ist ja bekanntlich durchaus teuer und oft an diversen Alugussteilen gerissen. Allerdings reizt mich die Idee, die Gussteile entsprechend nachzukonstruieren und aus einer hochfesten Alulegierung neu zu fräsen. Das könnte auch mit dem Hals, auf dem der Schalthebel sitzt, klappen. Die Opel-Version ist die, bei der der Schalthebel am nächsten bei der Box sitzt, richtig? Die anderen sind im Verhältnis wesentlich günstiger zu bekommen. Es ist nur ein Gedankenspiel und freilich gibt es keine Zeichnungen für so etwas, aber Re-Engineering ist am freien Markt ja auch keine Seltenheit. ;)


    Gruß, Matze

    • Offizieller Beitrag

    Bezüglich Haltbarkeit, ich kenne jemanden der hat das am 3.0E.

    Es kommt darauf an, wie man damit umgeht und wie der Zustand ist. Wurde damit Hängerbetrieb gefahren, hat es nicht lange gehalten bzw. dürfte schon verschlissen sein. Ruhe und Sicherheit hat man nur, wenn man das Getriebe vernünftig revidiert. Plug & Play mit einem gebrauchten Getriebe mit unbekannter Laufleistung dürfte ein Glücksspiel sein. Ob sich der Aufwand lohnt muss jeder selbst entscheiden.

    Rainer

  • Nochmal Hallo ihr beiden,

    Touché, mir war der Unterschied zum Zeitpunkt meines Ausgangsposts tatsächlich noch nicht klar. ;)

    Immer wieder toll, wie schnell ich hier dazu lernen darf. Danke!

    Dass ihr dann deshalb aneinander vorbei redet, tut mir leid. Kann sehr verwirrend sein.

    Da ich ja erst ein paar Jahre dabei bin und fast alles, was ich mache, zum ersten Mal mache: Passt das von Eckhard angebotene Getriebe dann ohne Umbauten an den Vierzylinder (Glocke und Welle) und in den Tunnel mit passender Schalthebelposition? Dass die Kardanwelle gekürzt werden muss, ist soweit erwartbar, weil der Planetenradsatz ja in die Länge baut. Hat die Ausgangswelle des Getriebes dann trotzdem dieselbe Verzahnung oder ist die vom Sechszylindergetriebe größer dimensioniert, dass ich auch hier noch das entsprechende Gegenstück benötige?

    Nochmals Danke für eure Geduld!


    Gruß, Matze

  • Bezüglich Haltbarkeit, ich kenne jemanden der hat das am 3.0E.

    Eckhard, was Du für Leute kennst. ;)

    Arbeitsbedingt komme ich in letzter Zeit mal wieder kaum dazu hier mitzulesen oder gar etwas zu schreiben; jetzt sollte ich aber wohl, bevor Matze völlig in die Irre geschickt wird.

    Darum ging es. Dass das mit den 4 Gang-Getrieben vom 6 Zyl. eine andere Nummer ist, dürfte klar sein.

    Rainer

    Das 4-Gang-Getriebe vor dem Overdrive am ist das vom 6-Zylinder, Commo-B oder Monza-2.8 z.B., und normalerweise am 2.0E oder 2.5S nicht überfordert.

    Und jeder gebrauchte Motor oder auch Getriebe ist ein Ü-Ei !

    Gruß

    Eckhard

    Rainer, hier hat Eckhard Recht, es gibt nur ein Overdrive Getriebe, das sowohl bei Rekord als auch Commodore verwendet wurde. Für die geringen Stückzahlen machte es für Opel keinen Sinn zwei unterschiedliche Varianten zu bauen und da hat man natürlich die Version genommen, die mehr Drehmoment verkraftet und für 6-Zylinder ausgelegt ist.

    Ich will nicht ausschließen, dass es nur eine Freigabe des Overdrive bis 115 PS gab, aber ich habe sowas noch nie gelesen. Wenn ich mit älteren Leuten spreche, die in den 80-igern in Opel-Werkstätten gearbeitet haben, höre ich immer wieder, dass dieses Getriebe eher unverwüstlich war, kaum Probleme machte und viel Drehmoment wegsteckte.

    Ich fahre das Overdrive in meinem Blauen jetzt fast 30.000 Kilometer und habe es als "Ü-Ei" eingebaut. Da der Blaue mein Spaßauto ist, hat das Getriebe schon einiges erlebt: Autobahnfahrten deutlich jenseits der 200, norwegische Passstraßen, Trackday in Meppen und manchen Ampelstart im Duellmodus. Bisher hat das Getriebe das völlig problemlos weggesteckt und es liegen ca. 180PS und deutlich über 200Nm Drehmoment an.

    Wie Gunnar liebe ich dieses Getriebe und mit seiner Untersetzung von 0,78 im Overdrivebetrieb kann man die Drehzahl deutlich senken. Und wenn genug Leistung anliegt, ist das sogar ein ein richtig schöner Fahrgang. Man kann das Getriebe auch so verkabeln, dass der Overfdrive nicht nur im 4-ten Gang zuschaltbar ist...

    Zu Deinen Fragen Matze: Die Basis des Overdrive ist ein Standard 4-Ganggetriebe für die 6-Zylinder Motoren. D. h. die Glocke ist wie üblich mit 4 Schrauben geschraubt und kann gegen eine andere ausgetauscht werden. Das Getriebe hat die verstärkte Hauptwelle wie sie bei den Getrieben für 6-Zylinder Motoren üblich ist; man braucht also eine Kardanwelle mit 38er Außenmaß. Das kann z.B. eine Automatikwelle sein, die nochmals gekürzt werden muss, da das Planetengetriebe die Einheit insgesamt deutlich verlängert. Das Schaltgestänge musst Du modifizieren, da der Schalthebel bei Rekord und Commodore an einer anderen, weiter hinten liegenden Position, rauskommt. Der hintere Getriebehalter muss natürlich auch gebaut werden. Von den Abmessungen passt das Getriebe eigentlich ganz gut in den Tunnel, es baut nicht so breit wie Getrag oder Automatik. Wegen der Länge des Getriebes kommt aber nur ein Einbau von unten zusammen mit der Vorderachse in Frage.

    Ich hoffe das hilft - Gruß Manfred

    Ach ja, als ich heute in der Halle war habe ich den Blauen noch kurz auf die Bühne gesetzt und ein Foto gemacht. Vielleicht wird es damit noch klarer.

    • Offizieller Beitrag

    Manfred, ich stimme zu, dass das Overdrive immer gleicher Bauart war, aber nicht die 4 Gang-Getriebe. Die waren für den 6 Zyl. schon kräftiger gebaut. Deshalb habe ich mich bei der Anfrage auch auf das bezogen, was gefragt wurde: 4 Gang-Getriebe aus dem Rekord mit Overdrive und wo die Leistungsgrenze liegt.

    Wie immer, ist das Thema mal wieder abgedriftet in Richtung was alles möglich ist.

    Rainer

  • Hallo Manfred,

    Schön, von Dir zu lesen!

    Dein Beitrag hilft mir sehr, vielen lieben Dank für die Mühe! Dass in Deinem blauen Dreiliter ein solches Getriebe steckt, konnte ich nicht ahnen. Dann spricht ja wohl nichts gegen den Einbau, wenn das von Eckhard angebotene Getriebe eh die stabilere und haltbarere Variante ist.

    Tatsächlich wusste ich, als ich den ersten Beitrag hier in diesem Thema verfasst habe, noch nicht, dass es vor dem Overdrive zwei verschiedene Vierganggetriebe für Vier- oder Sechszylindermotoren gab. Im Nachhinein macht das natürlich Sinn, aber hätte das hier deutlich abgekürzt. Tut mir leid.

    Insofern, lieber Rainer, war es doch ganz gut, dass das Thema abgedriftet ist. Hatte ich mit dem Einwurf der dritten Möglichkeit, dem ZF-Getriebe, ja auch angestoßen.

    Manfred, baut der 3.0E bei Dir weiter nach hinten als der Vierzylinder oder kann ich das Bild 1:1 für unser Projekt übernehmen? Selbst bei Dir hat es da ja tatsächlich noch üppig Platz. Das mit dem Halter bekomme ich hin. Eine passende Welle - im Zweifel eben zum Umarbeiten - findet sich bestimmt im Fudus von Klaus. Dann bleibt ja nur noch der Schalthebel und eventuell eine Aufarbeitung als Hürde. Klingt gut. An der Karosserie wollte ich nichts ändern.

    Bei der 3,44er Übersetzung, für die wir uns beim Zusammensetzen spontan entschieden haben, komme ich mit Overdrive grob überschlagen auf 3000 min-1 bei 120 km/h, da hatte ich bisher mit der kurzen Achse 4000. Das ist verlockend.

    Dann nochmals vielen lieben Dank euch allen. Ich freue mich, euch bald in Rotenhain zu sehen. Da können wir dann gerne die Details besprechen.


    Gruß, Matze

  • Nabend,

    ich habe das Overdrive im Opel GT hinter einem 3,0E.

    Außerdem fuhr ich in meinen Verbrauchsopels immer das gleiche Overdrive, das ist immer mit umgezogen.
    Das Getriebe war erst in einem Commodore C 2,5S, dann in einem Commodore 2,5E. Der Commodore bekam auch mal einen 3,0E, das Getriebe blieb drin.
    Als die durch waren ging das Getriebe nacheinander in drei Rekord E (2x Caravan, 1x Limo).
    Die Kardanwellen habe ich immer selbst geschweißt.

    Erst dann kam mein erster Fünfgangopel und das Getriebe ging in den Keller.

    Mit dem OD gab es nie Schwierigkeiten und mit den Commodores bin ich damals oft in die Schweiz gefahren, also richtig lang, richtig weit und so schnell es ging.

    Gruß
    Juergen

    Nie oder, immer und.